Tag Archives: Transfergerücht

Edu vor Wechsel zu Schalke

28 Dez

Laut Informationen der Bild-Zeitung steht Schalke vor der Verpflichtung des Brasilianers Edu. Der Stürmer, der in der Bundesliga bereits für Bochum und Mainz stürmte ist ablösefrei und spielte zuletzt für die Suwon Blue Wings in Südkorea. Edu traf in 44 Spielen 5 mal. Das sind die nackten Fakten, die (bisher) von Schalker Seite nicht bestätigt wurden.

Edu - hier noch im Trikot des VfL Bochum Quelle: Bild.de

Aber hinter diesen Informationen steht vielmehr. Unabhängig davon, was Magath mit einem Spieler will, der den Bochumer Fans hauptsächlich dadurch in Erinnerung geblieben ist, dass er in einem der wichtigsten Momente der Vereinsgeschichte am Ball vorbeigesemmelt hat (kurzer Exkurs für alle nicht Bochum-Fans: Bochum führte im Rückspiel der ersten Runde des Uefa-Cups gegen Standart Lüttich im Jahr 2004 bereits mit 1:0, was gleichbedeutend mit dem Einzug in die nächste Runde gewesen wäre. Aber in der 92. Minute kam eine Flanke von links in den Strafraum des VfL, Edu haut am Ball vorbei, Curbelo bedankt sich und macht das 1:1, Bochum ist raus. Ja liebe Bayern-Sympathisanten, nicht nur ihr habt ein Europacup-Trauma.), zeigt dieser Transfer doch eins deutlich:

Magath ist ein Fussballfachmann und einer der wahrscheinlich besten Fussball-Trainer im Geschäft, . Was ihn neben seiner Fachkenntnis aber vor allem auszeichnet ist, dass er über den Tellerrand schaut und Spieler nicht vergisst, die der Rest der Liga längst abgeschrieben hat. Neben Edu kann man zum Beispiel auch Sebastian Schindzielorz, den er aus Norwegen nach Wolfsburg holte und in seine Mannschaft einbaute.

Und genau diese Fähigkeit sollten sich einige der Teams, die sonst über das fehlende Geld jammern, mal aneignen. Denn Spieler die ein Team weiterbringen können, müssen nicht immer teuer sein. Man muss nur wissen wo man sie suchen muss. Und wenn man sie schließlich in Südkorea findet.

Neulich beim VfL…: Ein Schotte im Anmarsch!?

18 Dez

Kris Boyd – Schotte, Mittelstürmer, 83 Kilogramm bei 1,83m. Das sind die Daten eines Spielers der Glasgow Rangers, der den VfL Bochum nach der Winterpause wohlmöglich aus dem Abstiegssumpf ziehen soll.

Kris Boyd - neuer Sturmtank des VfL Bochum? (Quelle: bild.de)

Kris Boyd - bald neuer Sturmtank des VfL Bochum? (Quelle: bild.de)

Zumindest sind das die Gerüchte, die momentan an der Castroperstraße kursieren. Aber was genau ist dran an diesen Spekulationen?

Fakt ist, dass Kris Boyd einen Marktwert von 7 Millionen Euro hat. Eine Summe, die der VfL nur stämmen könnte, wenn er seine halbe Mannschaft, inklusive des Mannschaftsbusses, verkaufen würde.

Da zur Zeit aber immer deutlicher wird, dass Bochums japanischer Mittelfeldakteur Shinji Ono in der Winterpause wieder zurück in seine Heimat kehren wird, könnte es für den VfL bald einen kleinen Geldsegen geben. Der würde zwar noch lange nicht für den Kauf von Boyd reichen, doch ein Ausleihgeschäft wäre mit Sicherheit drin, vorausgesetzt die Schotten stimmten zu.

Beendet man die Spekulationen um diesen Transfer und widmet man sich dem Sinn einer möglichen Verpflichtung von Kris Boyd, so können einem so manche Zweifel aufkommen. Mir stellt sich die Frage, ob der VfL eigentlich noch einen Stürmer braucht. Sind sechs Angreifer nicht genug? Müssten diese nicht eher von einem qualitativ hochwertigen Mittelfeldspieler bedient werden, den der VfL momentan nicht in seinen Reihen hat? Müssten ein Christoph Dabrowski oder ein Marc Pfertzel als sogenannten sechser nicht eher ersetzt werden?

Im Sturm sehe ich die Probleme  des VfL nicht. Mit Sestak und Dedic besitzt der VfL zwei Pfeilschnelle Außenstürmer und Diego Klimowicz in der Sturmmitte hat trotz seines Alters noch einiges drauf, wenn er denn fit ist.

Viel mehr müsste doch ein Mittelfeldmotor, ein Führungsspieler verpflichtet werden, der die Mannschaft anführt und antreibt. Ein Marcel Maltritz oder ein Christoph Dabrowski sind zwar Führungsspieler, aber keine Antreiber. Diese werden im Abstiegskampf jedoch bitter benötigt.

Zurück zum Schotten Kris Boyd. Seine Leistungen in der Schottischen  Liga sprechen für ihn: in den letzten fünf Spielzeiten erzielte er immer über 12 Saisontore. Seinen Höhepunkt erreichte der Schotte in der letzten Saison, als er in 35 Spielen sensationelle 27 Tore schoss, wohlgemerkt jedoch in der Schottischen Liga, die wohl das Niveau unserer 2. Bundesliga hat. Trotzdem muss man die Tore erst schießen.

Letztendlich bleibt doch alles nur Spekulation. Was soll ein, zur Zeit inaktiver, schottischer Nationalspieler beim abstiegsbedrohten VfL? Wieso sollte er in die Tristesse des VfL wechseln? Ein besseres Gehalt wird ihn an der Castroperstraße mit Sicherheit nicht erwarten und das schönere Stadion steht zweifelsohne wohl auch in Glasgow. Alles spricht gegen den Schotten, aber viele VfL-Fans hoffen trotzdem.