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Warum der BVB die Europaleague erreicht – und nicht mehr!

1 Feb

1:4 hieß es am gestrigen Sonntag für den BVB beim Auswärtsspiel in Stuttgart. Eine bittere Niederlage, denn die vielen Dortmund-Fans sind seit Wochen nichts anderes gewöhnt als Siege. So langsam wird man in Dortmund wieder hungrig auf internationale Wettbewerbe.

Barrios und Hummels - die Garanten für die Europaleague? (Bild: kicker.de)

Barrios und Hummels - die Garanten für die Europaleague? (Bild: kicker.de)

Sechs Dreier in Folge feierte der BVB zuletzt, eben bis zum gestrigen Tag. Sogar 13 Mal in Folge blieb man ungeschlagen. Die letzte Niederlage vor der gestrigen 1:4-Pleite im Schwabenland datiert vom 26. September 2009, als der Erzrivale aus Gelsenkrichen den BVB im heimischen Sigal-Iduna-Park mit 1:0 schlug.

Der BVB ist in dieser Saison zu einigem in der Lage. Hier die Gründe, warum es am Ende aber nicht mehr als für einen Platz in der Europalueague reicht:

Die Torhüter: Mit Roman Weidenfeller und Marc Ziegler verfügt der BVB über zwei erfahrene Torhüter. Mit seinen 182 Bundesligaspielen hat Weidenfeller die nötige Ruhe, die gefordert ist, wenn es rund um den Strafraum gefährlich wird. Seinem Spitznamen „Weidenfehler“ ist die Nummer 1 des BVB, zumindest in dieser Saison, noch nicht gerecht geworden. Note: 2-

Die Abwehr: Mit Mats Hummels und Neven Subotic (beide 21)  stehen zwei junge und sehr talentierte Innenverteidiger in den Reihen des BVB. Souverän im Aufbauspiel, nahezu perfekt im Stellungsspiel und überragende Zweikampfwerte – der „Kinderriegel“ des BVB ist der Garant für einen Platz in der Europaleague. Komplettiert wird die Viererkette durch die beiden Außenverteidiger Schmelzer und Owomoyela. Schmelzer, aus der Dortmunder Talentschmiede gekommen, hat es sogar geschafft den erfahrenen Dede von seiner linken Abwehrseite zu verdrängen. Am Ende könnte die mangelnde Erfahrung der noch jungen Verteidigung jedoch einige Punkte kosten. Note: 2

Das Mittelfeld: Sowohl Nuri Sahin als auch Jakub „Kuba“ Blaszczykowski sind Denker und Lenker im Spiel des BVB. Sahin hat sich mit seinen erst 21 Jahren zu einem Führungsspieler entwickelt, wie er auch selbst sagt. Der ebenfalls junge Sven Bender (20) hat sich nach und nach zu einer festen Größe in Dortmunder Mittelfeld entwickelt. Sein Kicker Notenschnitt liegt bei 2,86 – der Topwert im Kader des BVB. Wenn Sebastian Kehl bald wieder fit ist, könnte mehr Erfahrung ins Spiel der Borussia kommen. Ansonsten gilt das Gleiche wie für die Abwehr: Jung, talentiert aber oft noch nicht mit der nötigen Ruhe. Note: 2-

Der Angriff: Zunächst als Fehleinkauf abgestempelt, kam der „Welttorjäger“ Lukas Barrios beim BVB immer besser in die Gänge. Mittlerweile hat er zehn Tore auf seinem Konto zu verbuchen. Das bedeutet Platz drei in der Torjägerliste der Bundesliga, knapp hinter Kevin Kuranyi. Bedient wird der Argentinier vom Dortmunder Jungen  Kevin Großkreuz. Stand der gebürtige Dortmunder vor ein paar Jahren noch selbst auf der Südtribüne des Westfalenstadions, so kickt er jetzt selbst auf dem Platz. Der 21-jährige hat sogar schon zweimal getroffen, glänzt jedoch eher durch Assists auf Barrios. Dazu gesellen sich die eher unkonstanten Sturmkollegen Nelson Valdez und Mohamed Zidan. Die beiden bewegen sich im Spektrum zwischen Genie und Wahnsinn – zwei echte Wundertüten. Note: 2-

Der Trainer: Jürgen Klopp ist ein Fußballbesessener. Ein Motivator vor dem Herren, der seiner Mannschaft den medialen Druck abnimmt, indem er sich regelmäßig vor seine Mannschaft stellt, wenn es mal nicht so gut läuft. Er ist der heimliche Star der Mannschaft – die Fans lieben ihn für seine herzerfrischende Art. Leider gehen zu oft die Nerven mit ihm durch, wie bei seinem legendären Mauerlauf von Köln. Note: 1-

Fazit: Der BVB hat in jedem Mannschaftsteil großes Potenzial. Die Abwehr steht mit nur 23 Gegentoren auf Platz fünf der Liga. Dazu verfügt Dortmund mit Lucas Barrios über einen Stürmer mit eingebautem Torinstinkt, der im Falle einer Verletzung jedoch nicht leicht zu ersetzen wäre. Doch das Potenzial reicht noch nicht für ganz oben. In den wahren Bewährungsproben gegen die Bayern oder Schalke fehlte noch die nötige Abgeklärtheit – beide Spiele gingen verloren. Am Ende reicht es jedoch für Platz 4 oder 5 – vorausgesetzt es gibt keine schweren Verletzungen.


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Maskottchen der Woche…:Emma

21 Dez

In unserer Reihe „Maskottchen der Woche“ haben wir bereits drei Maskottchen von  Bundesligavereinen aus Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Darunter befanden sich zwei Maskottchen aus dem Ruhrgebiet, nämlich Bobbi Bolzer vom VfL Bochum und Erwin vom FC Schalke 04. Das Maskottchen des dritten Ruhrpott-Vereins fehlt jedoch noch – Es ist Emma, der Glücksbringer des BVB.

Immer gut gelaunt und kopfballstark - Emma, Maskottchen des BVB (Bild: bvb.de)

Immer gut gelaunt und kopfballstark - Emma, Maskottchen des BVB (Bild: bvb.de)

In diesen Tagen gab es in Dortmund rund um den Signal-Iduna-Park nur ein Thema: Der 100-jährige Geburtstag des BVB. Mit großen Feierlichkeiten im Stadion und mit einer anschließenden Gala in der Westfalenhalle wurde dieses große Jubiläum gebührend gefeiert. Zu einem solchen Anlass durften die ganz großen Namen des BVB natürlich nicht fehlen.  Ob Lars Ricken, Ottmar Hitzfeld oder Stéphane Chapuisat – viele Helden von damals gaben sich am Samstag die Klinke in die Hand.

Ein Held des BVB fehlte jedoch – Lothar Emmerich, von 1960 bis 1969 Stümer bei Borussia Dortmund.  Vor sechs Jahren verstarb der mehrfache Bundesliga-Torschützenkönig, aber unter den BVB-Fans wird er immernoch verehrt. Um sich immer wieder an seine vielen Tore für den BVB zurück zu erinnern, hat man sich für „Emma“, wie er damals liebevoll genannt wurde, etwas ganz besonders einfallen lassen. Das Maskottchen des BVB sollte nach Lothar Emmerich benannt werden und welcher Name passte da wohl besser als einfach nur „Emma“.

Vor fast fünf Jahren war der neue Glücksbringer der Borussia also geboren, genauer gesagt am 16. April 2005.  Was beim VfL Bochum eine blaue Maus ist und beim FC Schalke ein Knappe, ist beim BVB eine Biene, passend zu den Vereinsfarben in Schwarz und Gelb. Seit knapp fünf Jahren gibt Emma also nun schon bei jedem Heimspiel des BVB ordentlich Gas, wenn es um das Anfeuern der eigenen Mannschaft geht. Mit seinen 2,25m ist Emma wohl auch von den obersten Rängen des Signal-Iduna-Parks zu sehen.

Mit ihrem Namensgeber Lothar Emmerich scheint die Biene Emma auf dem ersten Blick aber nicht viel zu tun zu haben. Schaut man aber genauer hin, so kann man erkennen, dass Emma zumindest die großen blauen Augen vom Stürmer Emmerich geerbt hat. Ansonsten haben die beiden herzlich wenig gemeinsam – zumindest hatte Lotahr Emmerich nicht die Schuhgröße 66. Mit diesen Galoschen versenkt das Maskottchen an Spieltagen des BVB, zum Erstaunen der ganz Kleinen aber auch der Großen im Stadion, den ein oder anderen Ball in der Torwand, wenn sich die Fans aus dem BVB-Kidsclub mit der ulkigen Biene im Stile des Aktuellen Sportstudio messen wollen.

„Bodenständig, kopfballstark und immer gut gelaunt“, das sind, wie die Biene in ihrem Steckbrief selbst über sich sagt, die Stärken von Emma. Drei Kompontenten die man mit dem BVB in Verbindung setzen kann – immerhin scheinen die BVB-Fans immer gut gelaunt zu sein, wenn man sie im Stadion beobachtet und bodenständig sind die Menschen im Ruhrgebiet sowieso. Die Kopfballstärke dürfte Emma wohl als gute Eigenschaft von Lothar Emmerich geerbt haben.

Aber Torgefahr ist für Emma in dieser Saison nicht so wichtig, denn der BVB hat dafür einen geeigneten neuen Goalgetter namens Lucas Barrios – und der ist auch noch Kopfballstark. Wer weiß, vielleicht kommt in einigen Jahren jemand auf die glorreiche Idee, Emma einen Maskottchenkameraden an die Seite zu stellen. Name und Eigenschaft: Lucas – bodenständig, kopfballstark und immer gut gelaunt“.