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Neulich beim VfL…: Mögen die Rechenspiele beginnen!

7 Apr

Noch fünf Spieltage, Bochum ist auf einem Nichtabstiegsplatz, hat aber Freiburg und Hannover mit einem bzw. zwei Punkte Abstand im Nacken. Spätestens jetzt beginnen sie also wie in fast allen Jahren beim VfL – die Rechenspielchen. Auch ich habe mir wie jedes Jahr eine kleine Tabelle mit den fünf abstiegsbedrohten Teams gemacht und deren Gegner in den letzten fünf Heimspielen notiert.

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Was macht eigentlich Jens Todt?

10 Feb

Er hat exakt 209 Bundesliga- und 101 Zweitligaspiele gemacht. Seine Karriere als Profi begann er als Stürmer beim TSV Havelse in der 2. Bundesliga, damals unter Trainer Volker Finke.

Danach folgten folgende Stationen: SC Freiburg, Werder Bremen, VfB Stuttgart. Dort agierte der Niedersachse dann als Mittelfeldspieler. Die Rede ist von Jens Todt. Als er in der Saison 2002/2003 im Alter von 33 Jahren seine Schuhe an den Nagel hing, macht er gerade einmal drei Spiele für den VfB Stuttgart. Dann verschwand Jens Todt plötzlich von der Bildfläche.

Jens Todt - ein Mann mit vielen Talenten (Bild:abendblatt.de)

Jens Todt - ein Mann mit vielen Talenten (Bild:abendblatt.de)

Was danach geschah, war für einen Ex-Fußballprofi erst einmal eine eher ungewöhnliche Karriere. Gut, der Mann mit dem markanten Kinn wurde zwar zunächst Chefscout bei Hertha BSC, aber eigentlich wollte Todt etwas ganz anderes machen. Vor seinem Engagement bei der Hertha plante er schon mit einer Einstellung als Journalist bei einer Stuttgarter Zeitung.

Engagement beim Spiegel

Den Wunsch Journalist zu werden, erfüllt sich der gebürtige Hamelner dann aber ein Jahr später. Da er sich als Chefscout der Hertha ohnehin schon in der Bundeshauptstadt Berlin befand, heuerte er anschließend als Praktikant beim Spiegel und bei dessen Online-Platform Spiegel-Online an. Das ganze geschah im Jahre 2004. Wieder ein Jahr später stieg Todt dann zum Volontär auf und wurde sogar beim Panorama-Ressort fest angestellt, wo er allerdings nur bis 2007 blieb.

Angebot aus Hamburg

Lange hielt die Zusammenarbeit mit dem Spiegel also nicht. Im Jahre 2008 folgte ein Angebot des HSV – Dietmar Beiersdorfer hatte eine Offerte, die Todt nicht ablehnen konnte. Zur Diskussion stand der Posten der Nachwuchsleitung beim Hamburger SV, den Todt am 1. Juni 2008 dann auch übernahm.

Aber auch hier blieb der dreifache Nationalspieler Deutschlands nur ein Jahr. Genau bis zum 25. Juni 2009, dann trat er auch beim HSV zurück. Das Verhältnis zu Dietmar Beiersdorfer, dem damaligen Manager des HSV, war gestört. „Es muss schon ein Grundvertrauen der Vereinsführung in die Arbeit geben. Gegen Ende der Saison war dieses Vertrauen wohl von beiden Seiten nicht mehr groß genug“, kommentierte Todt die Kritik des Vorstands an seiner Nachwuchsarbeit. Die Ausgaben für den Nachwuchs seien zu hoch gewesen, der Ertrag zu gering. Eine Meinung, die Todt nicht teilte. Er ging und machte erst einmal Urlaub mit seiner Familie.

Zurück in der niedersächsischen Heimat

Der Urlaub des Niedersachsen dauerte etwas mehr als ein halbes Jahr. Jetzt ist Todt wieder zurück im Geschäft. Dieses Mal ist er in seine Heimat Niedersachsen zurückgekehrt.  Am gestrigen 09. Februar 2010 unterschrieb er beim VfL Wolfsburg einen Vertrag als Nachwuchschef. „Wir wollen mehr Spieler in die Arena bringen“, sagte Todt bei seinem Amtsantritt und sprach damit ein heikles Thema in Wolfsburg an. Aus dem Kader der Wölfe stammt kein einziger aus der eigenen Talentschmiede. Doch der Ex-Profi findet in der Autostadt herausragende Bedingungen vor, wie er selbst betont:  „Das Leistungszentrum gehört sicherlich zu den Top Five der Liga. Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, ich bin sehr angetan.“ Ob er aber auch hier nur ein einjähriges Engagement plant, ist nicht bekannt.

Neulich beim VfL: Alle rüsten se auf, nur wir nicht!

2 Jan

Tag für Tag schaue ich in die Zeitungen und sehe, dass sich auf dem Transfermarkt der Bundesliga ordentlich etwas tut. Zumindest die Mannschaften aus dem Tabellenkeller haben die Zeichen der Zeit erkannt und rüsten ordentlich auf. Nur eine Mannschaft nicht – na klar doch, der VfL Bochum.

Fangen wir beim Tabellenletzen an. Hertha BSC steht mit nur sechs Punkten nach

Soll die Hertha vor dem Abstieg bewahren - Theofanis Gekas (Bild: kicker.de)

Soll die Hertha vor dem Abstieg bewahren - Theofanis Gekas (Bild: kicker.de)

17 Spielen abgeschlagen auf Platz 18 und damit vor dem Abstieg. Es muss sich also was tun. Und weil die Hertha nunmal der Hauptstadt-Club ist und die Deutsche Bahn zudem auch noch Hauptsponsor, werden in der Winterpause mal ebend Spieler wie Gekas oder Kobiashvili und Hubn

ik geholt. Zugegeben, ich denke die Hertha wird am Ende trotzdem absteigen, aber wenigstens tut sich etwas in der Transferpolitik.

Noch besser wird es, wenn man zum 1. FC Nürnberg schaut. Erst leihen sie den 12-Millionen-Abwehrmann Breno von den Bayern aus und dann kommt auch noch Andreas Ottl ins Frankenland, ebenfalls von den Münchner Bayern. Ach ja, den Makaay wollen die Nürnberger Rostbratwürstchen auch noch holen! Ja spinnen die Franken jetzt? Oder spinnen die Spieler, die ins Frankenland gehen?

Nürnberger Verstärkung aus München - Andreas Ottl und Breno (Bild: kicker.de)

Nürnberger Verstärkung aus München - Andreas Ottl und Breno (Bild: kicker.de)

Nächster Abstiegskandidat, nächste Liste von Neuzugängen. Der SC Freiburg investierte ebenfalls gleich zweifach. Na gut, von Hamed Namouchi und Pappis  Demba Cissé habe ich zwar noch nie was gehört, aber auch hier gilt: Es tut sich was in Sachen Kadererweiterung.

Und was ist mit dem VfL Bochum? Bisher hört man nichts von der Castroperstraße. Vor Wochen hieß es,  es solle ein Schotte namens Kris Boyd nach Bochum kommen. Danach ward von dem „Sturmtank“, wie sie ihn tauften, nichts mehr zu hören.

Wo bleibt die erste Verstärkung des VfL Bochum?

Wo bleibt die erste Verstärkung des VfL Bochum?

Dabei waren die Defizite des VfL in der Hinserie kaum zu überesehen. Schwächen in allen Mannschaftsteilen müssten in der Winterpause eigentlich durch Neueinkäufe beseitigt werden. Vor allem Die Abwehrschwäche stellte in vielen Spielen ein großes Risiko dar. 33 Gegentore in 17 Spielen sind einfach zu viel. Das Erschreckende dabei ist, dass der Torwart bei fast allen Gegentoren keine Schuld trug.

Mein Tipp: Einen gestandenen, kopfballstarken Innenverteidiger holen, der den Laden ordentlich zusammen hält.

Und auch im Sturm war die Harmlosigkeit nicht zu übersehen. Nicht umsonst trägt der VfL die weiße Weste, wenn es um Tore nach Eckbällen geht. Nach einem Eckstoß schaffte der VfL tatsächlich noch kein Tor. Zudem hat sich die Elf von Heiko Herrlich noch keinen Elfmeter erspielt. Oft lag es am Schiedsrichter, der einen fälligen Elfer nicht gab, aber noch öfter mangelte es an den Bochumer Offensivkräften, die sich nie so richtig trauten, Elfmeter durch gezielte und gute Dribblings im Strafraum zu erzwingen.

Mein Tipp: Einen guten Außenstürmer holen, der entweder die rechte oder die linke Außenbahn beackert, gute Flanken bringt und und sich auch mal in den Strafraum wuselt. Wie wär’s mit Gerald Asamoah? Der wird auf Schalke ja nicht mehr gebraucht und würde zum VflL passen – ein echter Kämpfer und Sympath zugleich.

Und wenn es dann noch nicht klappen sollte, dann kann man wenigsten von sich behaupten, man hätte alles versucht.

Glück auf!