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Nur das Original sorgt für Gänsehaut

15 Apr

Viele versuchen es zu imitieren, doch an das echte „You’ll never walk alone“ kommt niemand so richtig heran. Das haben uns die Fans des FC Liverpool einmal mehr vor dem unglaublichen Spiel gegen den BVB am Donnerstagabend (4:3) gezeigt. Das ging runter wie Öl. Wer da keine Gänsehaut bekommen hat, ist kalt wie Eis. Macht den Selbsttest:

 

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Nur der erste Schritt

8 Jan

Thomas Hitzlsperger hat sich geoutet. Nun müssen Vereine und Fans nachziehen

Es ist raus: Thomas Hitzlsperger ist schwul. Was ist an dieser Nachricht so besonders? Vielleicht die Tatsache, dass er der erste wirklich bekannte deutsche Profifußballer ist, der sich als homosexuell outet. Mehr aber auch nicht.

Bereits 2007 äußerte sich Zweitliga-Profi Marcus Urban zu seiner Homosexualität, aufgrund derer er aus dem Profigeschäft austrat. Eine große Diskussion über Homosexualität im Fußball löste er dadurch aber nicht aus.

Und Thomas Hitzlsperger? Auch er wartete bis zu seinem Karriereende, um der Welt mitzuteilen: es gibt Homosexualität im Fußball. Warum eigentlich erst so spät? Dass auch „the Hammer“ schwul ist, hatten wilde Spekulanten bereits nach seiner Last-Minute-Trennung vor der geplanten Hochzeit mit seiner damaligen Verlobten prophezeit. Damals waren es nichts als Gerüchte.

Die Entscheidung des ehemaligen Kapitäns des VfB Stuttgart ist wichtig. Doch auch Thomas Hitzlsperger wird Homophobie im Fußball zunächst nicht aus der Welt schaffen. Hitzlsperger hat nur den ersten Schritt gemacht. Was es nun braucht, sind aktive Schwule Fußball-Profis, die an die Öffentlichkeit gehen.

Die wird es jedoch nur geben, wenn sich die Gesellschaft, vor allem die im Fußball, verändert. Dazu braucht es eines: mehr Toleranz seitens der Fans, aber auch seitens der Vereine. Auch diese sollten jetzt ein Zeichen setzen.

Was gesagt werden muss über… Mario Balotelli

21 Jun

Mario Balotelli: Was soll er mit seinen Superkräften blos? (Quelle: it.ibtimes.com)

Mario Balotelli: Was soll er mit seinen Superkräften blos? (Quelle: it.ibtimes.com)

Nun lasst diesen Jungen in Ruhe! Einen Mario Balotelli kann man nicht formen, man muss ihn nehmen, wie er ist. Mario Balotelli ist ein Unikat, ein Typ, ein Genie – und er ist geisteskrank dazu. Er bringt alles mit, was ein Stürmer braucht. Manchmal wirkt er wie der fleischgewordene italienische Obelix: in einen Topf voller Zaubertrank gefallen, weiß er nicht, wie er mit seinen Superkräften umzugehen hat. Dabei kommen dann Dinge raus, wie im Halbfinale der EM 2012 zwischen Italien und Deutschland. „Super Mario“ traf doppelt, mitten ins deutsche Fußballherz. Wo er die Urgewalt seines fulminanten Schusses zum 2:0 aus 30 Metern herholte, weiß bis heute nur Balotelli.

Doch es gibt auch die Kehrseite dieser zweibeinigen Tormaschine. Impulsiv, skandalträchtig, durchgedreht – mit diesen Adjektiven lässt sich der 23-Jährige am besten beschreiben. Erst kürzlich wettete er, dass Real Madrid es nicht ins Finale der Champions-League schaffen würde. Der Wetteinsatz: Eine Nacht mit seiner Freundin Fanny. Der Wetteinsatz galt für alle Spieler Madrids. Dass „Super-Mario“ in seiner Zeit bei Manchester City mehr Schlagzeilen aufgrund seiner Taten abseits des Fußballplatzes schrieb, statt durch Tore zu glänzen – geschenkt. Mario Balotelli spielt nun wieder in Italien, beim AC Mailand. Erst neulich versprach er, sich „demütig und professionell“ gegenüber seinem Beruf zu verhalten. Das Versprechen hielt nur wenige Tage, bis Balotelli nach seinem Tor beim Konfed-Cup sich beim Torjubel des Trikots entledigte und dafür die gelbe Karte sah. Italiens Coach Cesare Prandelli kochte vor Wut: „Dumme Gelbe Karten kann man sich in einem Turnier wie diesem nicht erlauben“. Balotelli nach dem Spiel: „Sorry, ich wusste nicht, dass es hier diese Regel gibt“. Einfach herrlich dieser Balotelli!

Die Top 5 der sympathischsten Bundesliga-Trainer

18 Dez

Das Trainer-Karussell in der Fußball-Bundesliga dreht und dreht sich, doch sympathische Trainer kommen und gehen. Rudelbilder.de hat die Trainer der Bundesliga einmal genauer unter die Lupe genommen und diese fünf Sympathieträger mit dem Prädikat „sympathischste Trainer der Fußball-Bundesliga“ ausgezeichnet:

Platz 5: Bruno Labbadia (VfB Stuttgart)

Stets sympathisch - Bruno Labbadia (Quelle: badische-zeitung.de)

Stets sympathisch – Bruno Labbadia (Quelle: badische-zeitung.de)

Ein Typ wie einst Rudi Völler: sympathisch, höflich aber stets eine ehrliche Haut. Wenn dem „schönen Bruno“ (so bezeichnete ihn einst ein bekanntes Jugendmagazin) etwas nicht passt, dann scheut er nicht vor einem Gang in die Öffentlichkeit. Legendär bleibt Labbadias Pressekonferenz nach Stuttgarts 2:0-Niederlage in der Europa-League gegen Molde. „Die Trainer in der Bundesliga sind nicht die Mülleimer von allen Menschen hier“, wetterte Labbadia gegen eine äußerst negativ eingestellte Presselandschaft.

Platz 4: Mike Büskens (Greuther Fürth)

Fair Play schreibt er groß - Fürths Mike Büskens (Quelle: greuther-fürth.de)

Fair Play schreibt er groß – Fürths Mike Büskens (Quelle: greuther-fürth.de)

Wenn Mike Büskens für etwas steht, dann für Leidenschaft und Fair Play. Ob an der Seitenlinie oder bei den TV-Interviews nach dem Spiel: Büskens glaubt man die Trauer nach dem Spiel, er ist an Authentizität kaum zu übertreffen. Als ehemaliger Schalker-Eurofighter stellt er sich oft schützend vor seine Mannschaft, nimmt die Verantwortung bei Niederlagen und schlechten Spielen auf seine Kappe und dennoch genießt er seitens des Vorstandes ungebremstes Vertrauen. Kleeblatt-Boss Helmut Hack würde mit Büskens jedenfalls auch in die zweite Liga gehen – wenn der denn nicht zu Schalke wechselt. Kürzlich wurde Büskens sogar mit der Fair-Play-Medaille ausgezeichnet. Der Grund: Der 44-Jährige begrüßt vor jedem Heimspiel die Spieler und Trainer der Gastmannschaft per Handschlag

Platz 3: Jürgen Klopp (Borussia Dortmund)

Impulsiv, aber mit Herz: Jürgen Klopp (Quelle: welt.de)

Impulsiv, aber mit Herz: Jürgen Klopp (Quelle: welt.de)

Bei Jürgen Klopp scheiden sich die Geister. Entweder er nervt, oder er ist der sympathischste Trainer der Welt. In den TV-Interviews meint man „Kloppo“ schon fast wie einen engen Vertrauten zu kennen, so häufig ist der zweimalige Meistertrainer vor den Mikrofonen zu sehen. Auch wenn Klopp auf nervige Reporter auch mal grantig reagieren kann, nimmt man es ihm nicht übel. Impulsiv an der Seitenlinie und immer mit ganzem Herzen dabei –das ist Jürgen Klopp. Das Ex-Schiedsrichter Lutz Fröhlich Klopps impulsivem Verhalten am Spielfeldrand kürzlich „aggressives Potenzial“ zusprach, ist nur Randnotiz. Gerade die ausschweifenden Emotionen machen Klopp sympathisch.

Platz 2: Lorenz-Günther Köstner (VfL Wolfsburg)

Die Ruhe in Person: Lorenz-Günther Köstner (Quelle: taz.de)

Die Ruhe in Person: Lorenz-Günther Köstner (Quelle: taz.de)

Köstner ist der Gentleman der Bundesliga. Nachdem das Schreckgespenst Felix Magath das Spukschloss VfL Wolfsburg verließ, schien Köstner so etwas wie der beruhigende Pol in der sonst so hektischen VW-Stadt zu sein. Köstners Bescheidenheit in seiner Zeit als Interimstrainer beim VfL scheint schon fast stoisch-gelassene Ausmaße anzunehmen. Doch auch der 60-Jährige schaut auf seine Zukunft: „Ich habe die Mannschaft vom letzten Tabellenplatz geführt. Wenn man trotzdem nicht mit mir weiterarbeiten möchte, sollte man mir das ganz schnell sagen“, hieß es kürzlich. Wenn Köstner etwas auf dem Herzen liegt, sagt er es. Gerade das macht ihn zum Liebling der Fans.

Platz 1: Christian Streich (SC Freiburg) 

Gibt alles für die Gemeinschaft: Christian Streich (Quelle: spiegel.de)

Gibt alles für die Gemeinschaft: Christian Streich (Quelle: spiegel.de)

Streich ist ein Besessener – und das in jeglicher Hinsicht. Man wundert sich, warum dieser positiv verrückte Typ nicht schon länger bei den Breisgauern auf der Bank sitzt. Aus mausgrauen Freiburgern machte Streich einen eingeschwornen Haufen, der um jeden Zentimeter Rasen kämpft. „Ich habe kein Recht eine solche große Persönlichkeit wie Jupp Heynckes zu kommentieren“, sagte Streich, nachdem Heynckes ihn als den besten Freiburger bezeichnete. Doch Heynckes hat recht: 90 Minuten treibt Streich sein Team nach vorne, tobt, schreit, explodiert, dass er nach Abpfiff so ausschaut, als hätte er selbst auf dem Platz gestanden. Doch eines ist für Streich bei allem Lob für seine Person klar: „Der Einzelne steht bei uns ganz hoch, aber es darf niemand vergessen, dass wir Fußball spielen, und das ist ein Mannschaftssport. Der Einzelne stärkt die Gemeinschaft.“

Die Dortmunder Euphorie

17 Jul

Die Dortmunder Euphorie kennt keine Grenzen, sogar auf den Toiletten der Bochumer Uni lässt sie sich finden:

Hura, alta. Rechte der Toilettentür liegen vor!

Wahl zu Europas Fußballer des Jahres

17 Jul

Jedes Jahr ist es wieder soweit. Die UEFA sucht den besten Spieler Europas und veröffentlicht eine Liste mit 32 Spielern, aus denen die Journalisten ihren Spieler des Jahres wählen können. Die großen Favoriten dürften auch in diesem Jahr Messi, Christiano Ronaldo und Iniesta sein. Aber es gibt auch eine große Überraschung.

Auch dieses Jahr der Favorit - Quelle: Kicker.de

Auch dieses Jahr der Favorit – Quelle: Kicker.de

Hier die komplette Liste in der Übersicht:

Sergio Agüero (ARG) – Manchester City FC
Xabi Alonso (ESP) – Real Madrid CF
Mario Balotelli (ITA) – Manchester City FC
Jakub Błaszczykowski (POL) – Borussia Dortmund
Gianluigi Buffon (ITA) – Juventus
Iker Casillas (ESP) – Real Madrid CF
Petr Čech (CZE) – Chelsea FC
Fábio Coentrão (POR) – Real Madrid CF
Leslie Davies (WAL) – Bangor City FC
Didier Drogba (CIV) – Chelsea FC (jetzt bei Shanghai Shenhua FC)
Cesc Fàbregas (ESP) – FC Barcelona
Falcao (COL) – Club Atlético de Madrid
Joe Hart (ENG) – Manchester City FC
Zlatan Ibrahimović (SWE) – AC Milan
Andrés Iniesta (ESP) – FC Barcelona
Shinji Kagawa (JPN) – Borussia Dortmund (jetzt bei Manchester United FC)
Vincent Kompany (BEL) – Manchester City FC
Frank Lampard (ENG) – Chelsea FC
Lionel Messi (ARG) – FC Barcelona
Luka Modrić (CRO) – Tottenham Hotspur FC
Mesut Özil (GER) – Real Madrid CF
Pepe (POR) – Real Madrid CF
Andrea Pirlo (ITA) – Juventus
Sergio Ramos (ESP) – Real Madrid CF
Raúl González (ESP) – FC Schalke 04 (jetzt bei al-Sadd Sports Club)
Cristiano Ronaldo (POR) – Real Madrid CF
Wayne Rooney (ENG) – Manchester United FC
David Silva (ESP) – Manchester City FC
Fernando Torres (ESP) – Chelsea FC
Yaya Touré (CIV) – Manchester City FC
Robin van Persie (NED) – Arsenal FC
Xavi Hernández (ESP) – FC Barcelona

Quelle: ©UEFA.com 1998-2012. All rights reserved.
Eine eigene Einschätzung:
Wirklich nachvollziehbar ist diese Liste für mich nicht. Ich finde es schon komisch, dass nicht ein Spieler vom Champions-League-Finalisten Bayern München dabei ist. Da fehlt mir schon ein Neuer, ein Ribery oder ein Gomez. Besonders wenn man sich die Liste genauer ansieht und Namen entdeckt die, meiner Meinung nach, dort nichts zu suchen haben. Joe Hart? Gut Meister mit City in England, aber international sehr wenig gerissen mit dem Vorrundenaus in der Champions-League und dem Viertelfinalaus mit England bei der EM. Insgesamt sind 6 Spieler von Manchester City vertreten. Gerechtfertigt finde ich sind davon lediglich Silva und eventuell noch Agüero.
Das aus der Bundesliga Kagawa und Kuba in der Liste zu finden sind freut mich und honoriert ihre guten Leistungen in der Liga, auch wenn für beide ähnliches gilt wie für die Spieler von Manchester City: International war es eher mau.
Warum aber Senior Raul in der Liste auftaucht wird ein Geheimnis der Journalisten bleiben. Fand die Leistungen von Huntelaar beispielsweise deutlich besser. Und auch Gomez hätte aus meiner Sicht nach seinen Leistungen in der Liga, Champions League und EM einen Platz auf dieser Liste verdient gehabt.

Leslie Davies – die große Überraschung auf der Liste – Quelle: blick.ch

Kennt ihr Leslie Davies von Bangor City?
Eine echte Sensation dürfte die Nominierung von Leslie Davies aus Wales sein. Da die Journalisten aus den 53 UEFA Ländern Punktezahlen für ihre Favoriten verteilen können (von 1-5), hat es offensichtlich ausgereicht, dass ein walisischer Journalist seine 5 Punkte an Leslie Davies (27) vergeben hat, um diesen unter die Top-32 zu bekommen. Davies spielt bei Bangor City und schoss 16 Tore in der heimischen Liga. Eine sehr sympathische Aktion. Hoffentlich schließen sich am 30. August möglichst viele Journalisten diesem Beispiel an und wählen einen Nobody (im positivsten Sinn) zu Europas Fußballer des Jahres.
Bis dahin!

Öffentliche Exekution

8 Mrz

Welch eine Demütigung - demoralisierte Leverkusener (Quelle: kicker.de)

Welch eine Demütigung - demoralisierte Leverkusener (Quelle: kicker.de)

Was war das gestern für ein Abend im Camp Nou! Da waren 4000 Leverkusener Anhänger guten Mutes nach Barcelona gefahren, um wenigstens nur den Hauch einer Sensation miterleben zu können, doch am Ende fiel der Prügel der Katalanen noch heftiger aus, als es sich so manch einer erträumt hätte.

Nach 90 Minuten steht es 1:7 aus Leverkusener Sicht. Und Messi? Der trifft mal wieder – nicht einmal, nicht zweimal, nein, er trifft fünfmal in Lenos Kasten. Unfassbar wie der Ball an den Füßen des kleinen Argentiniers klebt. Die beiden Lupfer ins Leverkusener Verderben kommen mit einer Leichtigkeit, das man glaubt, Fußball wäre das einfachste der Welt. Und dabei scheint Messi noch nicht einmal zu schwitzen. Wie frisch geföhnt wirkt der Superstar bei den Großaufnahmen. Wie macht er das nur?

Gut, gegen Barcelona kann man sicherlich verlieren, aber was Leverkusen da gestern passierte, kam einer öffentlichen Exekution nahe. Kein Mut, kein Elan – eroberte Bälle wurden wieder hergegeben wie nach einer Kapitulation. Und statt alle Karten auf hohe Bälle zu setzten, denen die winzigen Katalanen wenig entgegenzusetzen gehabt hätten, ließ sich die Werkself vom betäubenden Kurzpassspiel Barcelonas einschläfern. Aber wie hätten die armen Leverkusener denn auch eine Flanke schlagen können? Sie kamen ja noch nicht einmal an den Ball heran. Teilweise bis zu 70% Ballbesitz für den FC Barcelona errechneten die Statistiker – das muss ziemlich frustrierend sein.

Um so erstaunlicher, dass die Rheinländer wenigstens zum Ehrentreffer kamen, und das in bester Barcelona-Manier: Doppelpass und ab ins Netz – da staunte Pep Guardiola nicht schlecht, als er Bellarabis Schuss in die eigenen Maschen flattern sah, während Leverkusens Robin Dutt ihm sanfte Worte ins Ohr hauchte. Was er seinem Trainerkollegen da wohl gesagt haben wird? Egal, jedenfalls hätte mit diesem Tor niemand gerechnet, selbst Karim Bellarabi nicht. Wer ist eigentlich Bellarabi? Auch das ist egal – und Pep Guardiola wird es am Ende wohl auch nicht interessiert haben.