Auf dem Weg zum Titel?

28 Jun

Die junge DFB-Elf auf dem Weg zum Titelgewinn? (Bild:Abendblatt.de)

Die junge DFB-Elf auf dem Weg zum Titelgewinn? (Bild:Abendblatt.de)

Jogis Jungs haben die erste große Hürde auf dem Weg zum Weltpokal genommen. Zugegebenerweise waren die Engländer in diesem legendären Achtelfinale von Bloemfontein nicht wirklich das Team, was man erwartet hatte, doch mit einem 4:1-Sieg haben nur die gutgestimmten Optimisten gerechnet. Zwar kann niemand sagen, ob das Spiel eine andere Wendung genommen hätte, wäre Frank Lampards regulärer Treffer als das 2:2 gewertet worden, aber es wäre zu vermuten gewesen, dass Deutschland trotzdem eine Runde weitergekommen wäre – zur Not im Elfmeterschießen.

Hört man sich unter den Spielbeobachtern um, so ist bei den meisten Ungläubigkeit zu vernehmen. Wann hat eine deutsche Mannschaft gewonnen und dabei so gut gespielt? Für die meisten passt das nicht zusammen. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass Deutschland seinen Kredit bei den Fans zurückgewonnen hat. Es wird nun nicht nur gewonnen, sondern zudem auch noch moderner Offensivfußball gespielt.

Die Euphoriewelle ist also wieder ausgelöst, so wie 2006 in Deutschland, als man im Achtelfinale die Schweden niederkämpfte und im Viertelfinale auf die Argentinier traf. Bei dieser WM sind die Vorzeichen ähnlich. Auch dieses Mal wird man in der Runde der letzten Acht auf Maradonnas Gauchos treffen (Samstag, 16 Uhr, Kapstadt).

Das deutsche Team braucht sich zur Zeit aber vor niemandem zu fürchten, denn man verbreitet nun selbst Angst und Schrecken. Mesut Özil ist in der Form seines Lebens – er trifft selbst und bereitet zu dem auch noch vor. Thomas Müller ist auf dem besten Wege die Auszeichnung für den talentiertesten Jungspieler  des Turniers zu erhalten und Lukas Podolski sowie Miroslav Klose sind pünktlich zur WM, zumindest fast, wieder die Alten – jedenfalls treffen sie wieder und das ist das Wichtige.

Im Mittelfeld gibt Bastian Schweinsteiger mit seiner ruhigen Linie den Takt vor und mit Phillip Lahm hat die deutsche Elf einen zwar zurückhaltenden aber trotzdem kämpferisch vorbildlichen Spielführer. Im Nachhinein kann man sich bei Kevin Prince Boateng bedanken, dass er für das Fernbleiben von Michael Ballack gesorgt hat. Alle Mannschaftsteile nehmen nicht nur mehr Verantwortung auf sich, sondern es werden auch neue Stars geboren. Einer davon ist Sami Khedira. Zwar spielt der Stuttgarter eher unauffällig, dafür aber effektiv. Er ist der Garant dafür, dass Schweini sich problemlos in die Offensive einschalten kann.

Viele Kritiker werden sich in diesen Tagen darum bemühen auf die Euphriebremse zu drücken. Noch ist nichts erreicht, doch eines kann man trotzdem sagen: Deutschland hat das Zeug zum Weltmeister! Welche andere Mannschaft konnte bisher so überzeugen wie die DFB-Elf?

An dieser Stelle ist aber Vorsicht geboten. Als die Niederländer beispielsweise bei der WM 2008 schon als sicherer Europameister gefeiert wurden, weil sie sowohl Italien als auch Frankreich in der Gruppenphase demütigten, folgte im Viertelfinale die bittere Niederlage gegen die Russen.

Manuel Neuer und Co. sind also gewarnt. Doch vermutlich gibt es in diesem Team niemanden, der die Situation nicht einschätzen kann. Ein Abheben ist ausgeschlossen, dafür wird Joachim Löw schon sorgen. Sollte am Samstag gegen Argentinien jedoch schon Schluss sein, so ist das kein Beinbruch. Dieser jungen deutschen Mannschaft steht eine große Zeit bevor!

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