Neulich beim VfL…: Spielerzeugnisse

12 Mai

Tor 

Phillip Heerwagen: Wenn jemand die geringste Schuld am Abstieg hat, dann ist es der gebürtige Niederbayer. Zu oft wurde Heerwagen von seiner Abwehr im Stich gelassen – da kann man nur schlecht aussehen. Note: 3 

Machte vier gute Spiele für den VfL - Andreas Luthe

Machte vier gute Spiele für den VfL - Andreas Luthe

Andreas Luthe: Vertrat Heerwagen in seinen drei Bundesligaauftritten im November und Oktober letzten Jahres mehr als souverän und macht Hoffnung für die nächsten Jahre. Andreas Luthe ist ein Lichtblick für die traurige Bochumer Zukunft.Note: 2 

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Abwehr: 

Matias Concha: Auf der rechten Abwehrseite lieferte sich der Schwede einen harten Konkurrenzkampf mit Marc Pfertzel, doch zu oft zeigte er in der Vorwärtsbewegung Schwächen und auch gegen hochkarätige Gegenspieler wie Ribery hatte Concha keinen Stich. Für Concha reicht es nur für die zweite Liga. Note: 4- 

Marcel Maltritz: Oft veranlasste der Kapitän die Fans zum Haare raufen, wie in den unzähligen Kopfballduellen oder steifen Zweikämpfen, in denen er meist nur zweiter Sieger blieb. Gegen Ende der Saison zeigte Maltritz jedoch, dass er auch anders kann. Leider zu spät. Note: 4+  

Christian Fuchs: Der wohl wertvollste Spieler des VfL ist zweifelsohne der Österreicher Fuchs. Mit einer Serie von Freistoßtoren zog der Linksfuß dem VfL nicht selten den Hals aus der Schlinge. Aber auch bei ihm war nicht alles Gold was glänzte, vor allem in der Rückwärtsbewegung. Note: 3-  

Mergim Mavraij: Der oft als „Bruder Leichtfuß“ bezeichnete Abwehrschlacks war in dieser Saison immer für einen Ausrutscher gut, auch wenn er in Bodenzweikämpfen oft stark agierte. Aufbau- und Stellungsspiel waren jedoch zu oft eine Katastrophe, dennoch stand er aufgrund seiner Zweikampfstärke zurecht in der Anfangself. Note: 4+ 

Marc Pfertzel: Der Franzose konnte nur zu selten zeigen, was er wirklich drauf hat. Oft landeten seine Abspiele in des Gegners Füßen, dies machte er aber durch seine Defensivstärke wieder wett. Trotzdem keine wirkliche Kraft im Abwehrverbund, eher ein Mitläufer. Note:4 

Phillipp Bönig: Kampf allein reicht nicht. Gerade in der Schlussphase der Saison zeigte sich das, als Bönig zwar viel Staub produzierte im Endeffekt aber keine Tore oder Punkte dabei raussprangen.Note: 4 

 
Philipp Bönig - ein sympathischer Kämpfer aus Bayern - aber reicht das?

Philipp Bönig - ein sympathischer Kämpfer aus Bayern - aber reicht das?

Anthar Yahia: Vor dem Afrika-Cup war der Algerier gar nicht aus dem Team wegzudenken, danach hätte man sich gewünscht, er wäre nie aus Afrika zurückgekehrt. Erst wurde er gegen Mavraij ausgetauscht, dann war wohl das Selbstvertrauen weg. Am Ende bekam Yahia nochmal die Kurve, da war es aber schon zu spät. Note: 4+ 

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Mittelfeld 

Christoph Dabrowski: Auch wenn Dabro kein Techniker ist, war er ein wertvoller Spieler für den VfL. Seine Präsenz und Ausstrahlung auf dem Feld war wichtig für das Team, oft konnte er so seine Mannen noch mitreißen. Schade, dass er in den letzten vier Spielen nicht mitwirken konnte. Note:3 

Slawo Freier: Schon unter Marcel Koller war „Paule“ eine wahre Enttäuschung. In dieser Saison sollte alles besser werden, doch dies passierte nur zu selten, wie im Hinspiel gegen Hannover und in Wolfsburg, als Freier ins Schwarze traf. Note: 4- 

Andreas Johansson: Für die erste Liga ist Johansson eindeutig zu langsam. Zwar mit einem guten Auge ausgestattet und passsicher, trotzdem jedoch zu schwach wenn es um die wirklich gefährlichen Pässe ging. Note: 4- 

Joel Epallé: Wie für Bönig gilt auch für Epallé: Nur kämpfen bringt nicht viel. Der Kameruner wirkte zwar stets engagiert, oft aber zu überhastet und kopflos. Enttäuschend, dass Epallé nur ein Mal das Tor traf. Der Spaß am Spiel scheint für den Afrikaner verloren gegangen zu sein. Note:5 

Andreas Johansson und Lewis Holty - der eine ist zu langsam, der andere zu schnell

Andreas Johansson und Lewis Holty - der eine ist zu langsam, der andere zu schnell

Lewis Holtby:Die Leihgabe von S04 schien ein wahrer Glücksfall gewesen zu sein, doch die Unerfahrenheit im Abstiegskampf wurde Holtby am Ende zum Verhängnis. Zu selten zeigte „Lewis“ seine Zuckerpässe wie in den ersten Spielen für den VfL. Am Ende wirkte er nur noch verunsichert. Note: 4 

Dennis Grote: Zu selten durfte Grote zeigen, was er wirklich drauf hat. Das Vertrauen der Trainer schien nicht wirklich groß und so konnte das Eigengewächs immer nur nach Einwechselungen seine Qualitäten unter Beweis stellen. Da war es dann aber oft schon zu spät. Note: 4 

Mimoun Azaouagh:  Zu Beginn der Saison noch als Stütze des Teams gedacht, avancierte der Ex-Schalker zum Bankdrücker, weil er oft zu lange den Ball hielt und seine Dribblings zu oft ins Nirgendwo führten. Wurde Azaouagh eingewechselt wirkte er lustlos und müde. Note: 5 

Milos Maric: Maric sorgte nach der Winterpause für viel Stabilität im Bochumer Mittelfeld. Zusammen mit Dabrowski bildete der Serbe ein gutes Duo. Passsicher, zweikampfstark und mutig – das waren die Eigenschaften des Milos Maric  . Schade, dass er nach seiner roten Karte nie wieder zu seiner alten Form wiederfand. Note: 3+ 

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Angriff 

Stanislav Sestak: Nur sechs Tore in 29 Einsätzen – das ist für einen Stürmer viel zu wenig. In manchen Spielen blieb der Slowake sogar ganz ohne Torschuss und bekam kaum Anspiele aus dem Mittelfeld. Seine Torgefahr stellte Sestak nur zu selten unter Beweis. Note: 4- 

Zlatko Dedic: Für viele war Dedic in der Rückrunde der Hoffnungsträger im Bochumer Sturm. Als er gegen Gladbach, Leverkusen und Hoffenheim traf, dachte man, Dedic schießt den VfL noch nach ganz oben. Aber wo war der Slowene, als man ihn brauchte? Oft hing er auf seiner Außenbahn völlig in der Luft – am Ende zu oft. Note:3- 

Diego Klimowicz: Schade, dass der Argentinier nur auf 15 Einsätze kam. Mit seiner Statur hätte er wohl oft eine Hilfe sein können, als seine Mitspieler die vielmals unnötigen hohen Bälle auf den kleinen Sestak spielten. Aber auch wenn „Klimo“ spielte, war er nicht immer topfit – so konnte der ehemalige Top-Stürmer keine Top-Leistungen bringen. Note:4  

So sah man Vahid Hashemian leider zu oft

So sah man Vahid Hashemian leider zu oft

Vahid Hashemian: Zu keinem Zeitpunkt konnt der „Hubschrauber“ an vergangen Zeiten beim VfL anknüpfen. Einziger Lichtblick war sein wohl bestes Spiel gegen Schalke, als er in acht Minuten aus einem 0:2 ein 2:2 machte (Vorlage+Tor). Ansonsten: Ballverluste, kläglich vergebene Chancen, verlorene Zweikämpfe, unplatzierte Kopfbälle. Note: 5  

Roman Prokoph: Trainer Heiko Herrlich wollte den Mann aus den Amateuren mit der Brechstange in der Bundesliga etablieren, bis er am Ende selbst merkte, dass Prokoph einfach zu ungefährlich für den Bochumer Angriff war. Eines muss man dem Ex-Berliner aber lassen – er war engagiert und kämpfte (siehe Bönig). Note: 4

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2 Antworten to “Neulich beim VfL…: Spielerzeugnisse”

  1. peter 18. Mai 2010 um 20:06 #

    wenn mindestens 11spieler eine ausreichende(4) leistung erbracht hätten, wäre der vfl nicht abgestiegen.

    _ALLE_spieler kommen in deiner bewertung viel zu gut weg.

  2. gefahrenhorst 19. Mai 2010 um 09:50 #

    Hallo Peter,
    leider haben alle Spieler, die mit einer 4 gewürdigt wurden nicht immer zusammen auf dem Platz gestanden.
    Außerdem handelt es sich bei den Noten um einen Durchschnitt. Es gab sicherlich viele Spiele, in denen alle eine 6 verdient hätten, aber es gab auch Spiele, in denen der ein oder andere auch mal eine 2 oder 3 hätte bekommen müssen. Es gleicht sich also alles irgendwie aus.

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