Neulich beim VfL: Abstiegskrampf

27 Mrz

Samstag morgen, gleich halb eins. Leicht verkatert sitzt ein einsamer Bochumer Fussball Fan vor seinem Laptop und versucht sich irgendwie zu erklären, was da gestern Abend passiert ist. Der VfL hat verloren, wieder mal. Und das völlig verdient gegen Eintracht Frankfurt mit 1:2. Das vierte Spiel in Folge verloren, 13 Gegentore aus den letzten 4 Spielen und mal wieder ein Spiel nach einer Führung verloren. Es jubelten mal wieder nur die anderen im Ruhrstadion.

Mal wieder jubeln nur die Anderen in Bochum - Bild: bild.de

Es war glaub ich so um die 70. Minuter herum, als sich ein Freund zu mir umdrehte und sagte: „Wenn ich Freitags schlechte Unterhaltung haben will, dann sehe ich mir den Pocher an.“ Und sagte damit den Satz des Abends. Es war einfach ein schlechtes Spiel. Ich meine, man kann ja gegen Frankfurt verlieren, besonders wenn sie wie in letzter Zeit das Maximum aus ihrer Mannschaft herausholen. Aber die Art und Weise wie die Mannschaft unterging war schon erschreckend. Vor allem da man in Bochum dachte, eine lethargische Spielweise in Spielen in denen es um was geht, gehöre mit dem Weggang von Koller der Vergangenheit an. Ich kann einfach nicht verstehen, dass die Mannschaft die Einstellung vermissen ließ, die im Abstiegskampf gefordert wird. Es schien fast, als hätten die Spieler die Situation nicht verstanden. Wir sind, nachdem wir schon bis auf 9 Punkte weggezogen waren, wieder ganz dick drin im Abstiegskampf. Aber anscheinend ist das noch nicht angekommen. Kaum eigene Torchancen, selbst die Führung brachte keine Sicherheit. Die Routiniers, Maltritz und Dabrowski, die eigentlich mit Leistung vorangehen sollten, waren Totalausfälle und man muss sich echt wundern, was man für schlechte Leistungen in Bochum bringen muss, bis der Trainer einen aus der Mannschaft nimmt. Denn auch der Trainer muss sich einige Fragen gefallen lassen. Zum Beispiel, ob das „Tannenbaumsystem“ in Heimspielen überhaupt das Richtige ist.

da war die welt noch in Ordnung - Quelle: bild.de

Unnötig. Völlig unnötig steht der Verein jetzt wieder unten drin in der Tabelle. Punkte hätte man sowohl aus Wolfsburg, als auch aus Bremen mitbringen müssen, wenn man die guten Ansätze über 90 Minuten durchgezogen hätte. Und es zeigt sich, dass Unentschieden wie gegen Nürnberg und gegen Berlin einfach zu wenig ist. Aber hätte, wäre, wenn bringt uns jetzt auch nicht weiter.

Und wie soll es jetzt weitergehen? Zum Glück ist das nächste Spiel in Freiburg und damit wieder ein Auswärtsspiel, aber wenn die Mannschaft sich wieder so präsentiert wie gestern, dann sollte der VfL am besten gar nicht runter fahren. Die Spieler müssen verstehen, dass es um Alles geht. Denn während die Medien für die Bayern die „Wochen der Wahrheit“ ausgerufen haben, da es ja darum geht, ob man die drei Titel holen kann, spielen sich die wahren „Wochen der Wahrheit“ im Tabellenkeller ab. Es geht um Fans, um Arbeitsplätze und um viel Geld. Jetzt liegt es an der Mannschaft zu zeigen, dass sie das verstanden hat.

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