Neulich beim VfL…: Keine Pfiffe nach der Derby-Klatsche! Aber warum?

14 Mrz

In einem Derby zu verlieren ist immer schlimm. Für den VfL Bochum hieß es am Samstag 1:4 gegen den BVB. Doch nach Spielabpfiff gab es keine Pfiffe von den Rängen. Im Gegenteil, die Mannschaft des VfL Bochum ging zur Ostkurve und wurde obendrein noch artig beklatscht.

Milos Maric sah Rot, Pfiffe ernetet er dafür jedoch nicht (Bild: kicker.de)

Milos Maric sah Rot, Pfiffe erntete er dafür jedoch nicht (Bild: kicker.de)

Aber warum nur? Das Bochumer Publikum gilt im Allgemeinen doch als sehr kritisch. Grund genug also, nach einer 1:4-Klatsche im eigenen Stadion beim Revier-Derby gegen den ungeliebten BVB ordentlich die Luft raus zu lassen. Doch stattdessen eine idyllische Ruhe in der Bochumer Ostkurve. Als wolle man sagen:  „Seht her ihr Dortmunder, eine Niederlage gegen euch interessiert uns gar nicht.“

Nach 33 Minuten schon in Unterzahl

In Wirklichkeit gab es aber andere Gründe für das Fernbleiben eines so genannten Pfeifkonzerts nach dem Spiel. Die meisten Bochumer Anhänger hatten wohl noch nicht vergessen, dass der VfL seit der 33. Minute in Unterzahl spielte, weil Schiedsrichter Wolfgang Stark eine Tätlichkeit von Milos Maric an Jakub Blaszczykowski gesehen hatte. Rote Karte hin oder her, dass es gegen den BVB schwer werden würde, wusste man schon vor dem Platzverweis. Danach hatten dann nur noch die wenigsten Hoffnung auf ein gutes Ende für den VfL, zumal es zu diesem Zeitpunkt schon 2:0 für schwarzgelb stand.

Doch zur Überraschung aller konnte das Team von Heiko Herrlich das Ergebnis von 0:2 noch in die Halbzeit retten, um sich beim Pausentee erst einmal zu sammeln und eine neue Strategie für die zweite Hälfte erarbeiten zu können.

Starke Anfangsphase in der zweiten Hälfte reicht nicht

Diese schien, zumindest in den ersten 25 Minuten der zweiten Halbzeit, zu gelingen. Der VfL spielte bissig und engagiert und zeigte den Willen, das Spiel noch umdrehen zu können. Das Publikum spürte dies. Logische Konsequenz war der Anschlusstreffer von Lewis Holtby, der an diesem Nachmittag übrigens der beste Akteur auf Seiten des VfL war: Er war laufstark, enorm bissig und zeigte den von Heiko Herrlich geforderten Siegeswillen.

Dass Bochum in Unterzahl nicht über 90 Minuten dieses Tempo gehen konnte, war wohl jedem der 30.748 Zuschauer im ausverkauften Rewirpowerstadion klar. Und so schlichen sich Fehler in das Spiel des VfL ein. Einer davon in Minute 74, als Yahia einen katastrophalen Fehlpass auf Owomoyela spielte – Das Unheil Namens Barrios nahm anschließen seinen Lauf.

Nur einmal forderte die Ostkurve lautstark von ihrer Mannschaft, sie dürfe nicht gegen den BVB verlieren, doch die Rufe wurden vom Team nicht erhört. 1:4, zweite Niederlage in Folge, Dortmund feiert und Bochums Fans applaudieren den Verlierern. Ein seltenes Bild im Rewiepowerstadion.

Der VfL mag gekämpft haben, der VfL mag 57 Minuten in Unterzahl gespielt haben, doch eines haben die Bochumer Fans an diesem Nachmittag wohl auch gemerkt: Der BVB war einfach die bessere Mannschaft, auch vor der roten Karte gegen Maric. Und dann bleibt auch mal ein Pfeifkonzert aus.

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Eine Antwort to “Neulich beim VfL…: Keine Pfiffe nach der Derby-Klatsche! Aber warum?”

  1. rene 15. März 2010 um 15:34 #

    dafür holt ihr in bremen 3 punkte!

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