Neulich beim VfL: Auf zum Derbysieg an der B1

11 Mrz

(Ein Hinweis zur eigenen Sicherheit: Der Autor dieses Artikels ist ganz und gar nicht objektiv. Allen Lüdenscheider  Sympathisanten mit Herzproblemen wird empfohlen vor dem Lesen des Artikels eine Flasche Klosterfrau Melissengeist zu kippen. )

Es ist eine Sache, die das Ruhrgebiet auszeichnet. In keiner anderen Region in Deutschland liegen die Städte so nah, in keiner anderen Region in Deutschland befinden sich so viele Bundesligisten auf einem Haufen. Muss man aus Stuttgart über 100 km fahren um ein „Süd-Derby“ gegen die Bayern zu erleben, sind es im Ruhrgebiet oft nur 20 Autominuten, die es braucht um den Kampf um die Vorherrschaft im Pott live mitzuerleben. Laut google maps wäre der Weg von Dortmund aus nach Bochum sogar zu Fuß in 4 Stunden machbar. Also könnte man rein theoretisch um 8 Uhr loslaufen (denke die Angaben von google können auf die Dortmunder nicht angewendet werden, die verlaufen sich ja schon mal ganz gerne, also lieber 2 Stunden eher starten als nötig), 4 Wegbier mitnehmen und feddich ist die Laube.

Am Samstag wird wieder gejubelt - Quelle: bild.de

Bochum gegen Dortmund, Gut gegen Böse, blau-weiß gegen schwarz-gelb, Yahia gegen Zidan, Grönemeyer gegen Westernhagen, charmant auch als B1- Derby bezeichnet.  Es geht mal wieder um viel mehr als nur um schnöde drei Punkte. Für den VfL geht es darum mal wieder einem Nachbarn ans Bein zu pinkeln um zu zeigen, dass man der einzig moralisch vertretbare Club im ganzen Ruhrgebiet ist und gleichzeitig Dortmund wieder dahin zu holen wo sie hingehören, auf den Boden der Tatsachen. Für Dortmund geht es eigentlich nur darum, den Fans am nächsten Montag auf der Arbeit die Schmach der Witze der Bochumer Kollegen zu ersparen.

Rein sportlich könnte es aber auch durchaus ein interessantes Spiel werden. Anthar Yahia wird durch die Sperre von Mavraj in Team zurückkehren und direkt auf seinen „Lieblingskumpel“ Mohammed Zidan treffen. Man muss kein Prophet sein um vorherzusehen, dass es zwischen den beiden nach dem Spiel sicher keinen Trikotwechsel geben wird.  Maric wird Opa Kehl zeigen was Zweikampfverhalten heißt, Holtby wird das Spielmacherduell gegen Sahin gewinnen und Kevin Großkreutz geht nach dem Spiel völlig verwirrt zum Frisör und bekommt den Slawo-Freier-Gedächtnis-Afro. Ich meine wer wenn nicht Heiko Herrlich weiß wie man gegen Dortmund gewinnen kann. Deshalb bleiben in diesem Jahr die Punkte im Ruhrstadion. 2:0, für die Mannschaft mit den schöneren Trikos, der sympathischeren Mannschaft, dem schöneren Stadion, den besseren Fans, kurz: den VfL Bochum, unsere Heimat, unsere Liebe!!

Und am Ende werden die Bochumer wieder ein berühmtes Volkslied anstimmen, dass man bereits im Kindergarten beigebracht bekommt, ach was red ich, was man bereits im Mutterleib auswendig singen kann:

„Oh Bochum du Perle Westfalens, oh Dortmund du stinkfaules Nest, als ihr noch am Acker geschissen habt, hatten wir schon ein Wasserklosett – mit Spülung!!“

Dafür stehe ich mit meinem Namen!!

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3 Antworten to “Neulich beim VfL: Auf zum Derbysieg an der B1”

  1. rene 11. März 2010 um 14:54 #

    netter text.hab auch schön geschmunzelt.aber ihr beiden pochumer-am samstag lachen wir über 3 punkte bei euch-in diesem sinne- HEJA BVB!!!!!

  2. koljavids 12. März 2010 um 12:35 #

    es ist einfach kein derby..

  3. rene 13. März 2010 um 17:16 #

    Heja BVB. superstimmung im stadion und ein verdienter sieg. heute schmeckt das bier doppelt so gut!!!

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