Es ist Derby-Zeit, warum? Weil alles nach Derby schreit

24 Feb

Am Freitag gehts mal wieder los. DAS Derby in Deutschland steht an. Endlich wieder ein Derby, dass wirklich eins ist. Nicht wie eins dieser sogennanten „Derbys“ Hoffenheim – Freiburg, Nürnberg – Bayern oder Wolfsburg gegen Hamburg. Nein am Freitag steht das Revierderby an, es geht um die Vorherrschaft im Pott ( wobei ja alle wissen, dass die eigentlich der VfL aus Bochum inne hat und immer inne haben wird 😉 )

Dementsprechend läuft auch schon seit Tagen die Vorberichterstattung rauf und runter. Derby hier, Derby da.  Die Ängste von Kevin Großkreutz um seine Kinder wurden genauso ein Thema, wie die vermeintliche Provokation von Manuel Neuer aus dem Hinspiel.  Natürlich werden ehemalige Spieler wie Norbert Dickel oder Ingo Ander-„brügge, sehen und sterben“ zu ihren Derbyerfahrungen befragt und an die „legendären“ Spiele der letzten Jahre wird erinnert.

Werden sich wieder treffen, Westermann und Barrios - Quelle: kicker.de

Werden sich wieder treffen, Westermann und Barrios - Quelle: kicker.de

Bis dahin finde ich das alles völlig  verständlich. Aber diese Warnungen vor Auschreitungen gehen mir echt auf die Nerven. In jedem Medium wird vor möglichen Ausschreitungen gewarnt, die Fanlager werden dazu aufgefordert friedlich und in gesunder Konkurrenz zu leben usw.. Ich meine nicht dass ihr mich falsch versteht, ich bin der letzte, der Gewalt im und rund um das Stadion verteidigt. Aber durch diese Art der Berichterstattung, diese Panikmache, bevor überhaupt etwas passiert ist, erreicht man genau das Gegenteil von einer friedlichen Vorfreude auf das Spiel. Die friedlichen Zuschauer werden nervös, die Polizisten sowieso und diejenigen, die vorhaben zu randalieren, können sich schon vor dem Spiel über mehr Aufmerksamkeit freuen, als sie jemals verdient hätten. Gleichzeitig werden Artikel veröffentlich, wie „Manuel Neuer hat königblaues Blut“ oder „Kevin Großkreutz ist Borusse durch und durch“ um den Fans schon vorher klarzumachen, wer einer von ihnen ist und wer der „Feind“.  Der Empfang für Großkreutz ist ja jetzt schon abzusehen. Und von Medienseite werden dann im Nachhinein wieder die Fussballfans an den Pranger gestellt, die sich nicht unter Kontrolle hätten.

Dabei könnten sich die Berichte durchaus mal auch sachlich und sportlich mit dem Derby auseinandersetzten. Plant Felix Magath eine neue Überraschung in der Aufstellung? Würde Klopp auch mit einem Unentschieden zufrieden nach Hause gehen? All das sind doch Fragen die deutlich interessanter sind, als diese ganzen aufreißerischen Artikel die keinem was bringen.  Denn aus sportlicher Sicht ist das Spiel für die Vereine deutlich wichtiger als aus „Derbysicht“. Schalke muss den Anschluss an die Tabellenspitze halten und für Dortmund zählt im Kampf um die Europacup- Plätze jeder Punkt.

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Eine Antwort to “Es ist Derby-Zeit, warum? Weil alles nach Derby schreit”

  1. rene 24. Februar 2010 um 15:36 #

    das ist doch das was die medien wollen.erst grosskreutz, jetzt neuer.mal sehen wer sich noch bis freitag meldet.dann sind alle heiss-die ückendorfer die dortmunder und vor allem die förster!dann knallt es und alle haben wieder was zu schreiben- danke sportbild und bildzeitung

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