VfL vs. Lev: Die Ansprüche steigen??

8 Feb

Was für ein schöner Samstag im immernoch winterlich kalten Bochum. Wer vor dem Spiel des VfL gegen die Spitzenreiter-Werkself aus Leverkusen auch nur einen Euro auf ein Unentschieden oder gar einen Sieg der Mannschaft gewettet hat, konnte sich der Rückfrage seiner örtlichen Buchmachers sicher sein, ob man das auch so ernst meinen würde.

Das Spiel

Aber das Spiel war besser als erwartet. Von der Leverkusener Überlegenheit der letzten Woche war an diesem Samstag nichts zu merken, natürlich konnte man hier und da erahnen warum die Mannschaft von Jupp Heynckes momentan ganz oben steht, aber der von einigen befürchtete Klassenunterschied blieb aus. Doch als kurz vor der Pause das 0:1 fiel und einige Experten einhellig die Meinung vertraten: „Siehste jetzt kriegen wa noch drei oder vier Stück inner zweiten Halbzeit!“ konnte man Angst bekommen um das Unternehmen „Überraschung“. Doch die Mannschaft kämpfte in der zweiten Hälfte klasse und konnte sogar einen wunderschönen Konter zum 1:1 verwerten. Es gab wohl keinen im Stadion, der nicht zufrieden nach Hause gegangen wäre.

Gab die Vorlage zum 1:1 - Lewis Holtby Quelle: bild.de

Gab die Vorlage zum 1:1 - Lewis Holtby Quelle: bild.de

Aussagen von Seiten der Bochumer

Aber ich musste doch mit Verwunderung feststellen, dass zum Beispiel die Mannschaft nur kurz in die Kurve kam um sich zu bedanken und dann schnell unter die Dusche verschwand. Keine Humba, keine Laola und schon gar kein Täterätatä. Und dann noch Aussagen wie vom Sportvorstand Ernst, man habe zwei Punkte liegen lassen und Philipp Heerwagen war der Meinung, dass „noch mehr drin gewesen“ wäre.

Realität??

Ok, ich gebe es ja zu. Seit Heiko Herrlich hat sich viel getan. Die Spieler sind motiviert, kämpfen und sind erfolgreich. Die Transfers von Holtby und Maric sind goldwert und jeder Fan freut sich, dass es wieder bergauf geht. Aber: Bochum hat die letzten fünf Spiele nicht verloren, trotzdem glaube ich nicht, dass die Mannschaft schon so weit ist, um sich über ein Unentschieden gegen den Tabellenführer ärgern zu können. Und mal ehrlich Thomas Ernst: war er es nicht, der vor ein paar Monaten noch den Fans eine zu hohe Erwartungshaltung bescheinigen wollte, weil sie ja den sportlichen Erfolg des Herrn K. nicht erkennen würden? Also Entschuldigung, aber wenn man nach so einem Spiel nicht mit einem Unentschieden zufrieden ist, dann sollten sich die Leute wie der Herr Ernst  nicht wundern, wenn beim nächsten Spiel gegen Hoffenheim ein klarer Sieg erwartet wird und das Pfeiffkonzert zur Pause wieder losgeht weil es noch 0:0 steht. Das ist dann die Kehrseite der Medaille!!

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4 Antworten to “VfL vs. Lev: Die Ansprüche steigen??”

  1. Luis Reichert 8. Februar 2010 um 17:19 #

    Ich kann weder an den Aussagen von Gustl und Heerwagen noch an den gestiegenen Ansprüchen etwas Verwerfliches oder Realitätsfremdes erkennen. Ganz im Gegenteil. Herrlich predigt einerseits Demut, verlangt aber andererseits auch einen absoluten Erfolgswillen (die alte Hitzfeld-Schule). Das passt doch sehr gut zusammen.

    Ich bin mir sicher, dass alle Beteiligten (Mannschaft, Trainer, Vereinsführung, Fans) mit dem Unentschieden gegen Lev gut leben können. Mit ein wenig Glück (Chance von Sestak kurz vor Schluss) hätten es aber eben auch drei Punkte werden können. Dass die äußerst schmeichelhaft gewesen wären, steht auf einem anderen Blatt.

    Es spricht für unseren viel geschmähten Vorstand Sport, dass er sich der Sprachregelung des Trainers anschließt. Der VfL ist gerade dabei, die Opfer-Rolle abzulegen – dazu gehört auch eine etwas offensivere Rhetorik. Und dazu gehören auch mal wieder drei Punkte, um den Abstand auf Platz 16 zu vergrößern.

    Beste Grüße
    Luis
    1848 Einwürfe

    • jani13 8. Februar 2010 um 19:48 #

      Hey Luis,
      generell finde ich es auch nicht schlecht, dass man einen Erfolgswillen predigt und auch versucht den zu verkaufen. Vor allem finde ich es gut, dass dadurch ja ein gewisses Selbstbewusstsein auch nach außen verkauft wird.

      Problematisch finde ich nur, wenn man den Fans gerade in der Zeit von Koller unterstellt, sie hätten zu hohe Erwartungen und man dann nach 5 Spielen ohne Niederlage und einem Punktgewinn gegen den Spitzenreiter so tut, als hätten wir Leverkusen an die Wand gespielt und wären den drei Punkten näher gewesen als die Werkself. Und da finde ich wäre wie du schon sagst, ein wenig Demut angebrachter gewesen und vor allem auch eine gewisse Freude über den Punktgwinn. Das war das was mir einfach gefehlt hat.

      Beste Grüße…

    • gefahrenhorst 9. Februar 2010 um 22:10 #

      Hallo!
      Hier auch ein Statement von meiner Seite:

      Über einen Punktgewinn (!) gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter (!) Leverkusen muss man sich freuen, wenn man bedenkt, dass man 0:1 zur Pause zurückgelegen hat.

      Außerdem darf man nicht außer Acht lassen, dass man am Ende sogar ganz ohne Punkte hätte ausgehen können, wenn Heerwagen den abgefälschten Schuss von Barnetta nicht herausragend pariert hätte.

      Dass man sich darüber ärgert, dass man zuhause nicht dreifach gepunket hat, ist für mich aber trotzdem nachvollziehbar. Ein Punkt im Abstiegskampf bringt einen nicht weit nach vorne. Eine Humba oder gar andere Spielchen mit den Fans finde ich daher auch eher unpassend, es sei denn Sestak macht das Dingen 😉

      Glück auf und drei Punkte am Samstag gegen Hoffenheim!

  2. rene 10. Februar 2010 um 14:35 #

    ihr solltet euch freuen das ihr 5 punkte vor einem relegationsplatz steht. die saison ist noch so lang, und es wird nicht immer so weitergehen.der eine punkt kann noch sehr wichtig werden!!!

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