Die 10 goldenen Regeln für pessimistische Stadiongänger

1 Dez

Eine eher ungewöhnliche Auflistung von Regeln für den etwas anderen Stadiongänger.

Der Stadiongang - nicht immer ein Vergnügen

Der Stadiongang - nicht immer ein Vergnügen

1. Trage lediglich einen Schal deines Vereins (ja, auch im Sommer!). Wenn du aber zu den sogenannten „Kuttenträgern“ gehören möchtest, so streife dir ein Trikot oder gar eine Weste mit den Aufnähern deines Vereins über. Diese Utensilien werden dich in der Regel vor aggresiven Ultra-Gruppierungen des Gegners retten, da Ultras bei ihren Übergriffen meißt „Kuttenfans“ außer Acht lassen. Ansonsten reicht der dezente Fanschal.

2. Fahre nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Andernfalls darfst dir dann zwar die Birne vollsaufen, ansonsten hast du aber nur Nachteile: Schweißacheln des Bahnnachbarns im Gesicht, Bierdusche, saunaähnliche Temperaturen im Bus/in der Bahn.

3. Kaufe dir keine Brat- oder gar Currywurst im Stadion. Warum? Sie ist teuer, du wirst nicht satt und meist schmeckt sie einfach nur wie eingeschlafene Füße.

4. Besorg dir eine Sitzplatzkarte. Stehen ist anstrengend. Zudem ist es meist so, dass genau eine Minute vor Anpfiff sich der größte Mensch im Stadion vor dich stellt. Im Idealfall ist dieser Raucher und qualmt dir die Lunge voll. Kümmer dich nicht um den Preis für die Karte. Das Geld bekommst du schon wieder durch das Boykottieren von Brat- oder Currywurst herein.

5. Sage Adé zu deiner Dauerkarte. Warum musst du im Vorhinein Geld dafür zahlen, dass dein Verein wohlmöglich nach 18 Spielen nur fünf Punkte auf dem Konto hat? Zahle für adäquate Leistung und belohne den Verein für guten Fußball.

6.  Schone deine Nerven! Deine Mannschaft liegt 0:3 zurück? Es ist Halbzeit und du hoffst auf die wohl größte Aufholjagd der Vereinsgeschichte? Solange du kein Bayern-Fan bist, kannst du diese Hoffnungen ad acta legen und dir die Kräfte für die anstehende Woche sparen.

7. Gebe Acht bei Auswärtsfahrten. Entferne alle Aufkleber und Fanutensilien an deinem Auto, wenn du nicht willst, dass es vor und nach dem Spiel von Heimfans als Trampolin benutzt wird.

8. Ignoriere die Anzeigetafel. Nicht selten kommt es vor, dass während eines wichtigen Spielzugs deiner Mannschaft die Ergebnisse von den anderen Spielen eingeblendet werden und du währenddessen das wohlmöglich einzige Tor deines Teams verpasst.

9. Unterlasse Schmähgesange gegen den Gastverein. Schone lieber deine Stimme und schreie deinen eigenen Verein nach vorne, falls du nicht willst, dass beim Gegner durch die Provokationen ungeahnte Kräfte freigesetzt werden.

10. Freu dich niemals zu früh. Deine Mannschaft hat den Gegner im Griff und führt souverän mit 3:0. Die Fans erheben sich von ihren Sitzen und singen „Oh wie ist das schön“ – bleibe sitzen und erzähle ihen von der Mailänder 3:0-Halbzeitführung im Champions-League-Finale gegen Liverpool. Die Eingeweihten werden sich schnell wieder hinsetzen.

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